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Vitamin C ist Bestandteil von Nahrungsmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln. Es ist chemisch gesehen ein Antioxidans und spielt biochemisch unter anderem  bei der Bildung von Kollagen eine Schlüsselrolle.

 

Hochdosiertes Vitamin C kann oral (durch den Mund) oder durch Injektion (intravenös, i.v.) appliziert werden. Bei der i.v.-Applikation kann Vitamin C höhere Blutspiegel erreichen als bei oraler Zufuhr.

 

Einige Studien mit i.v.-hochdosiertem-Vitamin C bei Krebspatienten haben eine verbesserte Lebensqualität und weniger Nebenwirkungen (durch Chemotherapeutika) gezeigt.

 

Im Allgemeinen werden durch hochdosiertes Vitamin C, das intravenös verabreicht wurde, nur sehr wenige Nebenwirkungen verursacht. Bei Patienten mit Nierenerkrankungen, G6PD-Mangel oder Hämochromatose kann Vitamin C allerdings auch schwere Nebenwirkungen auslösen.

 

Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) hat die Verwendung von i.v.-hochdosiertem-Vitamin C zur Behandlung von Krebs oder anderen Krankheiten nicht freigegeben.

(siehe Frage 7)

1. Was ist hochdosiertes Vitamin C?

Vitamin C ist ein Nährstoff, der in Lebensmitteln wie Orangen, Grapefruit, Papaya, Paprika und Grünkohl oder in Nahrungsergänzungsmitteln enthalten ist.

Vitamin C ist ein Antioxidans und beugt Zellschäden vor, die durch freie Radikale verursacht werden. Es fungiert auch als Bestandteil von Enzymen zum Beispiel in einer Schlüsselrolle bei der Herstellung von Kollagen.

Vitamin C wird auch als L-Ascorbinsäure oder Ascorbat bezeichnet.

2. Wie wird hochdosiertes Vitamin C verabreicht oder eingenommen?

Vitamin C kann intravenös  (i.v.) oder oral (durch den Mund) aufgenommen werden. Allerdings kann Vitamin C, dass intravenös verabreicht wird, viel höhere Blutwerte erreichen.

3. Wurden Labor- oder Tierversuche mit hochdosiertem Vitamin C durchgeführt?

  • In Laborstudien werden Tumorzellen verwendet, um eine Substanz zu testen und um  herauszufinden, ob sie wahrscheinlich krebshemmend (zytostatisch) wirkt.
  • In Tierversuchen werden Tests durchgeführt, um festzustellen, ob ein Medikament, ein Verfahren oder eine Behandlung sicher und wirksam ist.
  • Labor- und Tierversuche werden an Tieren durchgeführt, bevor eine Substanz am Menschen getestet wird.

 

4. Sind irgendwelche Studien mit hochdosiertem Vitamin C am Menschen durchgeführt worden ?

Mehrere Studien, die mit hochdosiertem Vitamin C alleine oder in Kombination mit anderen Medikamenten bei Krebspatienten durchgeführt wurden, kamen zu folgendem Ergebnis:

 

  • Studien zu i.v.-appliziertem Vitamin C alleine

 

In zwei Studien hatten Patienten, die Vitamin C i.v. erhielten, eine bessere Lebensqualität und weniger Nebenwirkungen als solche, die dies nicht erhielten. Eine Studie mit gesunden Freiwilligen und Krebspatienten zeigte, dass Vitamin C in einer Dosis von bis zu 1,5 g pro kg Körpergewicht (g/kg KG) bei nierengesunden Patienten und solchen, ohne G6PD-Mangel, sicher ist, also ohne ernste Nebenwirkungen vertragen wird. Weitere Studien bestätigten, dass der Vitamin C-Spiegel im Blut höher ausfällt und über vier Stunden lang anhält, wenn es nicht oral, sondern intravenös (i.v.) gegeben wird.

 

  • Studien mit i.v.-appliziertem Vitamin C in Kombination mit anderen Medikamenten.

 

Studien mit i.v.-appliziertem Vitamin C in Kombination mit anderen Medikamenten haben divergierende Ergebnisse erbracht.

In einer kleinen Studie mit 14 Patienten, die unter fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs litten, wurde i.v.-appliziertes Vitamin C zusammen mit einer Chemotherapie und einer spezifischen Therapie (Erlotinib) eingesetzt. Fünf Patienten haben die Behandlung nicht abgeschlossen, weil der Tumor während der Behandlung weiter wuchs. Die restlichen neun Patienten zeigten einen stabilen Zustand, wie bildgebende Untersuchungen belegten. Alle Patienten hatten nur sehr wenige Nebenwirkungen durch die Vitamin C-Behandlung.

 

In einer weiteren kleinen Studie mit 9 Patienten mit fortgeschrittenem Bauchspeicheldrüsenkrebs erhielten die Patienten während jedes Behandlungszyklus einmal pro Woche für 3 Wochen lang eine Chemotherapie, zusammen mit einer 4 Wochen langen zweimal wöchentlichen Vitamin C Injektion. Die Krankheit schritt bei diesen Patienten über einen Zeitraum von durchschnittlich 6 Monaten nicht voran. Es wurde über keine schwerwiegenden Nebenwirkungen in der Kombination berichtet.

 

In einer Studie aus 2014 wurde an 27 Patienten mit fortgeschrittenem Eierstockkrebs die Chemotherapie allein und in Kombination mit i.v.-appliziertem Vitamin C verglichen. Das Vitamin C wurde während und 6 Monate lang nach Beendigung der Chemotherapie verabreicht. Patienten, die Vitamin C i.v. erhielten, hatten weniger Nebenwirkungen während der Chemotherapie.

 

Patienten mit refraktärem metastasierendem Dickdarmkrebs oder metastasierendem Melanom erhielten Vitamin C i.v. in Kombination mit anderen Medikamenten. Die Behandlung hatte keine antikanzerogene Wirkung, der Tumor wuchs während der Behandlung weiter und die Patienten hatten ernsthafte Nebenwirkungen. Allerdings fehlten in den Studien die Vergleichsgruppen, so dass unklar ist, wie stark das Vitamin C die Nebenwirkungen beeinflusst hat.

Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs oder Glioblastoma multiforme erhielten in zwei Pilotstudien eine Standardtherapie plus Vitamin C i.v. Die Patienten hatten im Vergleich zur jeweiligen Kontrollgruppe eine bessere Gesamtüberlebensrate und weniger Nebenwirkungen.

 

Weitere Studien zur Kombination von IV Hochdosis-Vitamin C mit anderen Medikamenten werden durchgeführt.

5. Sind irgendwelche Nebenwirkungen oder Risiken mit hochdosiertem Vitamin C bekannt?

IV Hochdosis-Vitamin C hat in klinischen Studien nur sehr wenige Nebenwirkungen hervorgerufen. Allerdings kann hochdosiertes Vitamin C bei Patienten mit bestimmten Risikofaktoren schädlich sein.

Bei Patienten mit Nierenerkrankungen in der Vorgeschichte wurde nach Behandlung mit hochdosiertem Vitamin C über Nierenversagen berichtet. Patienten mit einer Veranlagung zu Nierensteinen, sollten nicht mit hochdosiertem Vitamin C behandelt werden.

Fallberichte von Patienten mit erblich bedingtem G6PD-Mangel sollten keine hohen Dosen von Vitamin C erhalten, da dies zu einer Hämolyse führen kann (ein Zustand, bei dem rote Blutkörperchen platzen).

Da Vitamin C die Eisenaufnahme verbessert, werden hohe Dosen von Vitamin C nicht für Patienten mit Hämochromatose empfohlen (ein Zustand, bei dem der Körper mehr Eisen aufnimmt und speichert als benötigt).

6. Wurde über Wechselwirkungen zwischen hochdosiertem Vitamin C und Medikamenten zur Behandlung von Krebserkrankungen berichtet ?

  • Eine Wechselwirkung ist eine Veränderung in der Art und Weise, wie ein Medikament im Körper wirkt, wenn es mit bestimmten anderen Medikamenten eingenommen wird.

 

Wenn hochdosiertes Vitamin C mit bestimmten Krebsmedikamenten kombiniert wird, kann es sein, dass die Krebsmedikamente nicht so gut wirken. Diese Effekte wurden bisher aber nur in einigen Labor- und Tierversuchen beobachtet. Zu Details siehe den Abschnitt „Informationen über Wechselwirkungen“ der Version für Fachkreise über  hochdosiertes Vitamin C.

7. Ist hochdosiertes Vitamin C von der US Food and Drug Administration für den Einsatz als Krebsmedikament in den USA zugelassen ?

Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) hat die Verwendung von hochdosiertem Vitamin C nicht zur Behandlung von Krebserkrankungen zugelassen.

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